Ausgabe 02/2020

Region West - Neues Büro in Monschau

Pünktlich zum Jahresbeginn 2020 hat in unserem neuen Vertriebsbüro-West unser personell verstärktes Team die Arbeit aufgenommen.

Unsere Vertriebsexperten

Technische Betreuung

Die neu eingerichteten Räumlichkeiten befinden sich in dem Innovationszentrum im Gewerbepark der Stadt Monschau.

Das Vertriebsbüro-West bietet eine umfangreiche technische Ausrüstung aus dem Detectomat Produktportfolio und ermöglicht somit eine verbesserte projektspezifische Betreuung anhand von Produktmustern und Schulungstafeln. Der Fokus liegt auf der Organisation und Durchführung von Schulungen und der kompetenten Unterstützung bei Fragen und Problemen im Bereich der Technik.

Zusätzlich möchten wir unsere Errichterfirmen bei der Etablierung des DC3500 Brandmeldesystems in mittleren und größeren Objekten unterstützen. Dazu zählen die Planung & Projektierung von Brandmeldesystemen und der Support bei der technischen Umsetzung vor Ort.

Kontaktdaten
Detectomat Systems GmbH
Vertriebsbüro West
Am Handwerkerzentrum 1
52156 Monschau

www.detectomat.com/de/kontakt/vertriebskontakte/

Produktabkündigungen & Ersatzteile

In unserer Preisliste 2020 sowie auf unserer Internetseite und der Mediathek werden die Informationen zur Verfügbarkeit und der Abkündigung von Produkten regelmäßig aktualisiert.

Die neue Preisliste 2020 kennzeichnet ab sofort Artikel, die als „Ersatzteile“ geführt werden. Für diese Produkte wird von Detectomat ein marktgerechter Vorrat eingeplant und gelagert. Diese Produkte werden nicht mehr produziert und nur noch aus dem Lagerbestand abverkauft.

Unser Ziel ist es, auch für abgekündigte Produkte eine überdurchschnittliche Lieferfähigkeit und akzeptable Lösung für unsere Kunden anbieten zu können.

VdS-Systemanerkennung

Für bestehende ältere Brandmeldeanlagen wird in der VdS Systemanerkennung die Verfügbarkeit von Ersatzteilen näher festgelegt. Auszug aus der VdS 2344:2014.07

„Verfahren für die Prüfung, Anerkennung und Zertifizierung von Produkten und Systemen der Brandschutz- und Sicherungstechnik“

5.8.6 Vorhaltung von Ersatzteilen
Mit der Auftragserteilung verpflichtet sich der Anerkennungsinhaber während der Gültigkeit der Anerkennung zur Ersatzteillieferung. Nach Ablauf der VdS-Anerkennung müssen noch für einen angemessenen Zeitraum Ersatzteile zur Verfügung stehen. Ersatzteile können originale, VdS-anerkannte Produkte aus einem Lagerbestand oder andere, kompatible VdS-anerkannte Produkte sein.

Der Begriff „angemessener Zeitraum“ ergibt sich aus der zu erwartenden Lebensdauer des Produktes. Diese Zeit ist für Brandmeldeanlagen mit einer, im Betrieb gewöhnlichen Nutzungsdauer, von 11 Jahren angegeben. Hieraus wird auch abhängig von dem jeweiligen Bundesland die AFA-Abschreibung von 10 bis 11 Jahren festgelegt (Quelle: Bundesministerium der Finanzen).

Austausch von Brandmeldern – DIN 14675

Modernste Technologien in Brandmelderanlagen gewährleisten, in Verbindung mit einer regelmäßigen Inspektion und Wartung, für einen langen Zeitraum eine zuverlässige Brandüberwachung und einen störungsfreien Betrieb. Trotzdem ist ein turnusmäßiger Austausch der Brandmelder erforderlich, um dieses hohe Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit sicherzustellen.

Bei einer baurechtlich geforderten Brandmelderanlagen (BMA) gemäß DIN 14675 sind die Maßnahmen zur Instandhaltung der BMA normativ geregelt.

Diese Anforderung betrifft somit auch die erforderlichen Austauschzyklen der installierten Brandmelder. Vereinfacht dargestellt werden in der DIN 14675 zwei Austauschzyklen definiert.

  • Austausch nach 5 Jahren
    Automatische punktförmige Melder ohne Verschmutzungkompensation
  • Austausch nach 8 Jahren
    Automatische punktförmige Melder mit Verschmutzungskompensation
  • Ohne Beschränkung
    Theoretisch ist der Einsatzdauer eines punktförmigen Brandmelders nicht begrenzt wenn, mit einem vom Hersteller vorgegebenen Prüfverfahren, die Meldeempfindlichkeit geprüft und nachgewiesen werden kann. Liegt das Ansprechverhalten bei einer Überprüfung nicht mehr im zulässigen Bereich müssen auch diese Melder getauscht werden. Dieser Nachweis ist in der Praxis mit technischen Mitteln nur sehr schwierig umzusetzen und steht in keinem Verhältnis mit dem wirtschaftlichen Aufwand.

Empfehlung für den Austauschzyklus bei den aufgeführten Detectomat Brandmeldertypen:

Intervall Austausch nach 5 Jahren

  • Melder
    → CT 3000 T
    → CT 3000 O
    → CT 3001 O
    → CT 3005 O
    → CT 3007 O
    → CT 3000 OT
  • Anwendungsnorm
    DIN 14675 Punkt c

Intervall Austausch nach 8 Jahren

  • Melder
    → PL 3200 O
    → PL 3200 T
    → PL 3300 O
    → PL 3301 O
    → PL 3305 O
    → PL 3307 O
    → PL 3308 O
    → PL 3300 T
    → PL 3300 OT
    → PL 3300 OTi
    → PL 3300 OTi Fusion
  • Anwendungsnorm
    DIN 14675 Punkt b

Intervall Austausch nach 10 Jahren

  • Melder
    → HDv sensys
    → HDv 3000 TS
    → HDv 3000 OS
    → HDv 3001 OS
    → HDv 3005 O
    → HDv 3007 OS
    → HDv 3008 OS
  • Anwendungsnorm
    DIN 14676 Abschnitt 6.5

Empfehlung für den Austauschzyklus bei den aufgeführten Detectomat Brandmeldertypen


Mit dem Brandmeldertausch erfüllen Betreiber von Gebäuden ihre Verkehrssicherungspflicht.

Das Ziel → Mehr Sicherheit und vermindertes Risiko.

BMA → Bestandsschutz und Meldertausch

Das Thema „Bestandsschutz“ führt in der täglichen Praxis bei der Veränderung von bestehenden Brandmeldeanlagen immer wieder zu Irritationen. In vielen Fällen berufen sich die Betreiber älterer Brandmeldanlagen auf den Bestandsschutz für Anlagen die vor 2006 in Betrieb genommen wurden. Für Planer und Facherrichter stellt sich jetzt das Problem, den Betreiber von der Notwendigkeit der technischen Änderung zu überzeugen. Auf der einen Seite stehen die normativen Anforderungen und Verpflichtungen zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen, auf der anderen Seite das wirtschaftliche Ziel den Aufwand und die Kosten für den Umbau möglichst gering zu halten.

Kurzübersicht
Der Bestandsschutz ist ein Begriff aus dem Baurecht und gemäß der Definition im Grundgesetz Ländersache. Das bedeutet, dass jedes der 16 Bundesländer in der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) eine eigene Regelung zum Bestandsschutz treffen könnte. Um diese Regelung zu vereinheitlichen wurde im Jahr 2008 auf EU-Ebene eine Musterbauverordnung (MBO) durch die Bauministerkonferenz abgestimmt.

Die Landesbauordnungen folgen den inhaltlichen Festlegungen der MBO und sind somit in allen Bundesländern nahezu identisch. Grundsätzlich ist aber immer die, entsprechend der Lage des Bauobjektes, geltende LBO zu berücksichtigen, in der auf Landesebene in einigen Themen auch erhebliche Unterschiede zur MBO möglich sind.

Der Bestandsschutz regelt das rechtliche Verhältnis zwischen dem Eigentümer eines Gebäudes und der jeweiligen Landesbauaufsicht. Verstöße können sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen haben.

Was bedeutet das für Brandmeldeanlagen (BMA)?
Vereinfacht dargestellt gibt es für Brandmeldeanlagen nur einen „indirekten" Bestandsschutz. Der Bestandsschutz eines Gebäudes erlischt u.a. dann, wenn bauliche Maßnahmen durchgeführt werden, die nicht durch die Baugenehmigung abgedeckt sind oder die Nutzung des Gebäudes oder einzelner Gebäudeteile geändert wird. Können Anforderungen an die bestehende Brandmeldeanlage nicht erfüllt werden, besteht die Möglichkeit in den Brandschutzvorschriften den Punkt „Zulassung der Abweichung“ anzugeben. Diese sind mit einem Sachverständigen, den autorisierten Behörden und mit der Feuerwehr abzustimmen. Ab dem Jahr 2006 wurde jedoch der erforderliche Austausch von Brandrauchmeldern in der DIN14675 normativ erfasst.


Bestandschutz und Meldertausch

  • Brandmeldeanlagen vor 2006
    Für Brandmeldeanlagen die vor 2006 errichtet und in Betrieb genommen wurden gibt es keinen detailliert beschriebenen Bestandsschutz. Zu diesem Zeitpunkt war auch der Austausch von Brandrauchmeldern noch nicht in der DIN14675 geregelt.

    Deshalb kann man im Allgemeinen ableiten, dass diese Anlagen weiter betrieben werden dürfen, wenn folgende Punkte erfüllt sind…:

    1. eine VdS-Anerkennung vorliegt
    2. die Nutzung des Gebäudes nicht verändert wird
    3. keine baulichen Maßnahmen durchgeführt wurden, die nicht durch die Baugenehmigung abgedeckt sind
    4. der Überwachungsumfang durch Austausch von Komponenten nicht verringert wird
    5. eine fachkundige Feststellung zur einwandfreien Funktion und dem Erreichen des festgelegten Schutzzieles vorliegt
    6. durch den Zustand des Objektes Leib und Leben nicht gefährdet werden
    7. die Verkehrssicherungspflicht des Gebäudeigentümers eingehalten wird

    In der Praxis ist jedoch davon auszugehen, dass alleine die Punkte 5, 6 und 7 beim Betrieb von, zum heutigen Zeitpunkt 14 Jahre alten Brandrauchmeldern, nicht positiv und eindeutig bewertet werden können. Hier ist bekannt, das diese Brandmelder durch Verschmutzung und Korrosion altern.

    Der Reduzierung der Wahrscheinlichkeit eines Schadenfalles sollte immer eine höhere Priorität als der Bestandsschutz haben.

  • Brandmeldeanlagen nach 2006
    Die Konsequenz dieser Erkenntnis zur „Melderalterung“ ist die Regelung für den Meldertausch in der DIN14675/A1:2006-12.

    Ab diesem Zeitpunkt ist der Austausch von Brandrauchmeldern normativ geregelt. Für Brandrauchmelder gilt kein Bestandsschutz.

    Punktförmige und linienförmige Wärmemelder sowie Handfeuermelder sind von dieser gesetzlichen Auflage nicht betroffen.

  • Brandmeldeanlagen April 2012
    In dieser Version der DIN 14675:2012-04 wird auch für Brandmeldeanlagen, die vor 2006 in Betrieb genommen wurden, der Austausch von Brandrauchmeldern empfohlen.

  • Brandmeldeanlagen April 2018
    In dieser Version der DIN 14675-1:2018-04 wird eine grundsätzliche und einheitliche Aussage getroffen.

    Zitat: „Ein regelmäßiger Austausch von automatischen Brandrauchmeldern ist gemäß Ziffer 11.5.3 zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebes einer Brandmeldeanlage zur Erhaltung des Schutzzieles notwendig“.

Empfehlungen
Planer und Errichter sollten den Betreiber der BMA auf die normative Anforderung zum Austausch von Brandrauchmeldern und mögliche Gefahren (Alterung der Brandmelder, reduzierte Meldeempfindlichkeit etc.) hinweisen. Zur Vermeidung von Haftungsansprüchen sollten die Verantwortlichen dieser Pflicht auf jeden Fall nachkommen. Bei einer Ablehnung sollte der Betreiber dieses schriftlich in einer Haftungsfreistellung gegenüber dem Planer/Facherrichter anzeigen.

Beauftragung eines Facherrichters mit einer Zertifizierung gemäß DIN 14675.

Zusätzlich zu der Landesbauordnung (Baurecht) und der DIN 14675 sollten mitgeltende Rechtspflichen, wie z.B. die Verkehrssicherungspflicht des Gebäudeeigentümers sowie lokale Anforderungen der gesetzgebenden Behörden und der Feuerwehr berücksichtigt werden.

Der Meldertausch kann bereits in dem Brandschutzkonzept oder auch in einem Instandhaltungsvertrag festgelegt werden. Auch hier gilt → Bei einer Ablehnung sollte der Betreiber dieses schriftlich in einer Haftungsfreistellung gegenüber dem Planer/Facherrichter anzeigen.

Herstellempfehlung zur Instandhaltung der Brandmelder beachten und ggf. zusätzlich zur Dokumentation der Brandmeldeanlage an den Betreiber übergeben.

Es sollten auch Ansaugrauchsysteme in den Meldertausch einbezogen werden, auch wenn diese Maßnahme normativ nicht ausdrücklich gefordert wird.

Bei einer offensichtlichen Gefahr für Leib und Leben, die durch nicht durchgeführte Maßnahmen enstehen könnte, sollte die Bauaufsichtsbehörde informiert werden.

CON-X Netzwerk → neue Leistungsmerkmale

Das bewährte und leistungsstarke Netzwerk CON-X wurde um zahlreiche Funktionen erweitert und für die technischen Anforderungen bei der Installation von vernetzten Brandmeldeanlagen optimiert. CON-X bietet Sicherheit und Flexibilität für jeden Anwendungsfall.

Kurzübersicht:

  • bis zu 31 Brandmelderzentralen vernetzbar
  • bis zu 496 unterschiedliche Bedienteile in die Netzwerkstruktur integrierbar
  • Kombination von Strukturen mit systemfremden Anlagen möglich
  • problemlose Erweiterung bestehender Anlagen
  • Leitungswege aus Kupferkabel, Lichtwellenleitern (LWL) und auch als Kombination möglich
  • Herstellerunabhängige Erweiterungen möglich, bei denen die Informationen des Gesamtsystems zur Anzeige gebracht werden
  • Die Zuordnung der Melder- und Gruppenbezeichnungen ist frei konfigurierbar
  • Einfache Updates vorhandener CON-X Strukturen
  • Fernzugriff über das IRAS System
  • Effektive Anpassung der Netzwerkkonfiguration (Anzeigen, Einschränkungen, Steuerereignisse etc.) ohne Hardware Aufwand
  • VdS-Anerkennung

Interessiert?
Gerne beraten Sie unsere Experten persönlich über die vielfältigen Leistungsmöglichkeiten des CON-X Netzwerkes.

Feuertrutz 2020 – Save the date

30.09. - 01.10.2020
Nürnberg, Deutschland

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Innovationen und marktgerechte Lösungen für die Brandmeldetechnik mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung“ – Softwarelösungen für die Planung, Projektierung, Inbetriebnahme und Instandhaltung.

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